Austria Klagenfurt hat große Probleme. Anfang der Woche traten mit Marcel Krnjic, Marco Gantschnig und Michael Lang drei Stammspieler aus ihren laufenden Verträgen aus, nachdem eine Frist zur Nachzahlung offener Gehälter verstrichen war. Laut Gewerkschaftsvorsitzenden Gernot Baumgartner ist bei den Akteuren eine fünfstellige Summe offen. "Das November-Gehalt mit dem Weihnachtsgeld, die gesamten Punkteprämien und die Wohnungsbeihilfe fehlen", so Baumgartner im ORF-Interview. "Die Spieler haben vor längerer Zeit eine Frist gesetzt, in dieser Frist ist aber nicht bezahlt worden. Daher haben die Spieler mit Unterstützung des VdF den Vertrag aufgelöst." Von ausstehenden Zahlungen sind laut Baumgartner auch weitere Spieler betroffen, sie hätten bisher nur keine Frist gesetzt. "Laut unseren Informationen ist es das gleiche Muster bei anderen Spielern. Das Geld ist das ganze Kalenderjahr 2025 zu spät gekommen – es ist also keine Überraschung, dass es jetzt ganz ausgeblieben ist." Es könnten weitere Spieler folgen, die dem Verein eine Frist setzen – der Spielbetrieb von Austria Klagenfurt ist in Gefahr. Stripfing-Weiden legte im Herbst freiwillig die Zulassung zur 2. Liga zurück. Laut dem Österreichischen Verband Creditreform von Anfang Dezember 2025 sollen sich die Verbindlichkeiten auf 550.000 Euro belaufen. Am 10. November war auf Antrag eines Gläubigers ein Konkursverfahren am Landesgericht Korneuburg eröffnet worden. Gläubiger können ihre Insolvenzforderungen noch bis spätestens 7. Jänner 2026 zur Anmeldung bringen. Ermittlungen gegen Geschäftsführer Dazu bestätigte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges, der Untreue und betrügerischer Krida gegen Austria-Geschäftsführer Zeljko Karajica und seinen Bruder Tomislav. Auslöser waren zwei anonyme Anzeigen. Karajica war für den ORF bisher nicht erreichbar. Austria-Präsident Robert Micheu hofft, dass Karajica am Mittwoch nach Klagenfurt kommt und zum aktuellen Stand im Proficlub endlich Stellung nimmt. Micheu sagte, auch er habe viele offene Fragen. Immerhin hängen auch 400 Nachwuchsspieler samt Fußballakademie am Verein – Mehr dazu in kaernten.ORF.at. Dass ein Insolvenzverfahren droht, bestätigte laut "Kronen Zeitung" auch der Leiter der Landesstelle Kärnten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Johann Lintner. Laut "Krone" ist das Verfahren wegen fehlender Zahlungen von der ÖGK bereits im Oktober 2025 bei Gericht beantragt worden. Eine Frist zur Begleichung der vereinbarten Ratenzahlungen soll am 5. Jänner um Mitternacht abgelaufen sein. Die Liga zeigt sich auf ORF-Nachfrage noch bedeckt: "Die Bundesliga ist mit der Gewerkschaft und dem Verein in Kontakt und hofft auf eine Lösung."
Verein
Austria Klagenfurt in schweren finanziellen Turbulenzen
Austria Klagenfurt hat große Probleme. Spielergehälter werden nicht ausbezahlt, was zur Folge hat, dass die ersten Profis aus ihren Verträgen aussteigen. Durch diese Turbulenzen ist jetzt auch der Spielbetrieb in Gefahr.
Austria Klagenfurt Hub